Squeeze-out Verfahren

Am 26. Juli 2012 wurde das Squeeze-out Verfahren vor dem zuständigen Gericht in Amsterdam („Gericht“) eingeleitet. Im Zuge dieses Verfahrens hat OEP beantragt, dass das Gericht den Squeeze-out Preis bei 11 Euro pro Aktie oder einen alternativen Preis festsetzt. Das zuständige Gericht kann hierzu unabhängige Experten benennen, die über den Wert der zu übertragenden Anteile ein Gutachten erstellen.

 

Das entscheidende Datum für die Bestimmung des Squeeze-out Preises ist das Datum des Endurteils. Das Verfahren ist derzeit noch anhängig. Ein Termin zur Verkündung des Endurteils steht noch nicht fest.

 

Übertragung der Anteile und Zahlung des Squeeze-out Preises nach dem Erlass des Endurteils  

Nach Urteilsverkündung wird OEP über die Zahlungsmodalitäten, d.h. den Preis pro Aktie und den Zahlungstermin, in einer niederländischen Zeitung mit landesweiter Auflage unterrichten. Darüber hinaus wird OEP die Anteilseigner, deren Anschrift vorliegt, per Brief kontaktieren.

 

OEP wird den vollständigen Squeeze-out Preis auf ein Treuhandkonto überweisen, welches vom niederländischen Finanzministerium verwaltet wird. Mit der Zahlung auf das Treuhandkonto gehen alle Anteile der Minderheitsaktionäre automatisch, d.h. ohne das Erfordernis einer notariell beurkundeten Übertragung, auf OEP über. Die Minderheitsaktionäre sind berechtigt, entsprechend ihrer gehaltenen Aktien die Auszahlung des Betrages vom Treuhandkonto, zu verlangen. Dieser Anspruch verjährt 20 Jahre nach der Einzahlung des Betrages auf das Treuhandkonto.

 

Nach dem Erlass des Urteils aber noch vor der Einzahlung des gesamten Squeeze-out Betrages auf das Treuhandkonto ist es auf Anfrage einzelner Minderheitsaktionäre auch möglich, dass OEP einer freiwilligen Übertragung durch den Minderheitsaktionär zustimmt. In diesem Fall wird der Minderheitsaktionär nicht mehr im Rahmen der Einzahlung auf das Treuhandkonto berücksichtigt. Jede dieser freiwilligen Übertragungen bedarf der notariellen Beurkundung.

 

Übertragung der Anteile während des Squeeze-out Prozesses  

Das laufende Squeeze-out Verfahren hindert die Anteilseigner nicht daran, ihre Anteile an Dritte zu veräußern. Die folgenden Voraussetzungen sind für eine wirksame Veräußerung einzuhalten:

 

a. Jede Veräußerung und Übertragung von SMARTRAC Aktien muss in einer durch einen niederländischen Notar beglaubigten Urkunde erfolgen. Bitte beachten Sie, dass in diesem Zusammenhang Gebühren für die Beurkundung anfallen. Sie müssen daher eine Übereinkunft mit dem Käufer finden, wer diese Kosten zu tragen hat.

 

b. Sie benötigen eine Genehmigung des SMARTRAC Vorstandes der, um Ihre Aktien zu veräußern und zu übertragen. Der Vorstand wird nur dann die Genehmigung verweigern, wenn er einen anderen Käufer benennt, der die Aktien zu dem gleichen Wert erwerben wird.

 

c. Abschließend muss die Übertragung im SMARTRAC Aktionärsregister der registriert werden. Dies ist nur dann möglich, wenn eine Kopie der durch einen niederländischen Notar beglaubigten Übertragungsurkunde vorgelegt wird.

 

Alle Anteile bleiben Gegenstand des Squeeze-out Verfahrens.